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Horror Horrorfilm

Dominik Kamalzadeh schrieb vor wenigen Tagen im Standard eine Rezension des Films Hostel, Buch und Regie Eli Roths, Produzent Quentin Tarantino, in dem es um die Folterung von Gästen einer Jugendherberge aus Vergnügen geht.  Weiterlesen

No rest for my brain

Nach einem interessanten, belebenden, aber auch anstrengenden Nachmittag bei emergence of projects und unter dem Einfluß des kreislaufdrückenden Aprilwetters suche ich Erholung für mein überlastetes Gehirn. Wie es sich für eine Zeitgenössin der Bilderflut gehört, suche ich nach Erleichterung im Fernsehprogramm. Zur Auswahl stehen Die Millionenshow, Dancing Stars, Was gibt es Neues? mit Oliver Baier, Herzblatt, Zwei am großen See - Große Gefühle (alles ORF, letzteres auch ARD), Der Alte (ZDF), Wer wird Millionär (RTL), Genial Daneben (Sat1), Supervulkan - ein TV Dokudrama (Pro7) und noch ein paar Sachen dieses Kalibers. Hm, tja....  Weiterlesen

Alptraum Aufenthaltsgesetz

Habe soeben in Journal Panorama auf Radio Ö1 eine Sendung über binationale Paare gehört, die wegen des neuen österreichischen Aufenthaltsgesetzes Angst haben müssen, dass der "fremde" Ehepartner in Schubhaft gesteckt und abgeschoben wird. Ich fand diese Praxis schon die ganze Zeit schlimm, aber wenn man die Leute über ihre Lebenssituation reden hört, die von Angst und Unsicherheit geprägt ist, dann geht das ganz schön an die Nieren.  Weiterlesen

convenience im company building

In der Zeitschrift der Wiener Stadtwerke findet sich eine Seite über ein Bauprojekt für Firmen in Wien. Bemerkenswert ist die Schreibe: Das Projekt heißt "TownTown - eine Business-Stadt". Das ist an sich schon ein furchtbarer Name, aber bitte, derartige Projekte brauchen offenbar einen komischen Titel, um gemerkt zu werden. Im Vorspann heißt es, dass in TownTown "Lebensqualität groß geschrieben" wird. - Na wie denn sonst? So weit sind wir noch nicht mit der neuen Rechtschreibung, dass jetzt alles nur mehr klein geschrieben wird.  Weiterlesen

Journalisten-Diskonter

Heute hatte ich zwei grenzwertige Erlebnisse in Sachen schlechter Journalismus:
1. In der U6-Station Westbahnhof wartend starre ich gezwungenermaßen auf den nervigen Infoscreen und lese da, dass "die Welthandelsorganisation WHO" im Gentech-Streit gegen die EU entschieden habe. Ich denke: ein Tippfehler? Aber nein! Eine halbe Sekunde später steht da noch einmal WHO!  Weiterlesen

Genie und Wahnsinn

Während die einen noch gar nicht fertig diskutiert haben, ob Österreich überhaupt eine Elite-Uni braucht, haben die anderen schon beschlossen, dass sie in die ehemalige Landesnervenklinik in Maria Gugging bei Klosterneuburg einziehen soll. Vielleicht haben sich die Betreiber dieser Idee gedacht, dass Genie und Wahnsinn gut zusammenpassen. Vielleicht haben sich die schwarze Liesl und der schwarze Erwin das aber auch nur ausgedacht, weil sie damit den roten Michl ausbooten können. Der hat ja auch nur 120 Mille für die nächsten 20 Jahre angeboten, und Kaiser Erwin 180. Wer bietet mehr?!  Weiterlesen

Hinterm Berg, wo die Talkshows blühen

In der Wiener Speisingerstraße, vom Stadtzentrum aus gesehen also quasi hinterm Fernsehberg, residiert die Talk TV ProduktionsgesmbH, die die Barbara Karlich-Show für den ORF produziert. Dort wird ein/e Talk Show Redakteur/In gesucht - Angestelltenverhältnis, mit leistungsgerechtem Gehalt und selbständigem Arbeiten. Bevor jetzt irgendwer rennt, um eine Bewerbung abzuschicken, noch ein Hinweis: Erwartet wird Maturaniveau. Akademiker können diesen Traumjob also gleich wieder vergessen.  Weiterlesen

Conclusions from Vienna

Wie an meinem blog-ischen Schweigen leicht zu erkennen ist, waren die vergangenen Wochen noch stressiger als der ganz normale Stress. Now I am back in town und mein iBook hat wieder einen festen Wohnsitz und eine feste Verbindung ins Netz. Der World Summit on the Information Society wurde immer spannender, anstrengender und aufregender (im Sinne von "sich aufregen") und ich habe so viele Sendungen und Internet-Texte darüber produziert, dass ich gar nichts mehr schreiben mag. Über die Zensur in Tunis und rund um den World Summit wurde ohnehin schon allerorten ausführlich berichtet, natürlich auch in Matrix und in der Futurezone. "Cyberparker" (siehe Fuzo-Forum) meint zwar, ich sei gar nicht dort gewesen, aber dieser unqualifizierte Kommentar richtet sich ohnehin selbst. In Matrix haben wir auch über die "Vienna Conclusions" berichtet. Die diversen Medienberichte dazu haben ordentlich Staub aufgewirbelt. Eine Zusammenfassung und eine Reihe von Links sind auf Groklaw zu finden. Ist zu lang, um alles hier noch einmal aufzuführen, außerdem sage ich nichts mehr ohne meinen Anwalt :-)  Weiterlesen

World Summit on the Information Society

Ich bin noch gar nicht richtig in Tunis angekommen, und schon erlebe ich hautnah, was Zensur heißt. Ich wollte nachschauen, wo denn jetzt der citizens summit stattfinden wird, nachdem an zwei geplanten Konferenzorten in Tunis ganz plötzlich Sicherheitsprobleme und völlig überraschende Bauarbeiten die Veranstaltung verhindert hatten. Doch von meinem Zugang über iPass - eine tunesische Nummer - ist die Seite nicht erreichbar.  Weiterlesen

Vorlaute Software

"Diagonal" - meine Lieblingssendung auf Ö1 - hatte heute das Thema "Die Utopie des Funktionierens". Unterlauter grandiosen Beiträgen, bei denen man ständig nur "Ja. Ja! Jaaaaaaaa!!!!" ausstoßen konnte, einer, der mir ganz aktuell aus der Seele gesprochen hat: er handelte von den vorlauten "Assistenten" von Textverarbeitungsprogrammen und voreingestellten "Auto"-Funktionen, die einem das Leben schwer machen. Meine Begeisterung war deshalb so groß, weil ich erst vor zwei Tagen einen Tobsuchtsanfall bekommen hatte, weil mir NeoOffice nicht erlaubte, ein Datum so zu schreiben, wie es mir beliebt. Aus "So 27.11." machte es ständig "27.11.05" und veränderte auch gleich die Ausrichtung des Textes in der Tabelle. Es hat mich eine geschlagene halbe Stunde gekostet, bis ich endlich gefunden hatte, wo man das abdreht. Erst wenige Tage zuvor konnte ich dem Programm austreiben, dass es Wörter vervollständigt - auch diese Funktion ist sehr gut versteckt. Und das wiederum war notwendig, weil NeoOffice vor wenigen Tagen plötzlich so tat, als ob es neu installiert worden wäre. Alle mühsam ausgeschalteten Funktionen waren somit wieder eingestellt, und natürlich hatte ich in der Zwischenzeit wieder vergessen, wo sie stecken.   Weiterlesen